Arterienverkalkung umkehrbar?


Statine verringern Ablagerungen
Arterienverkalkung umkehrbar?

Arterienverkalkung ist keine Einbahnstraße. Eine Therapie mit hochdosierten Statinen bringt die gefährlichen Ablagerungen in den Gefäßen zum Schrumpfen. Das bestätigen Herzspezialisten des Universitätsklinikums Essen.

Ablagerungen bilden sich zurück

Im Laufe des Alters nutzen sich die Arterien, die das Blut vom Herzen in den Körper transportieren, ab. Cholesterin und andere Bluttfette bilden Beläge – die so genannten Plaques. Wenn diese wachsen, verengen sie die Arterien und lassen sie stellenweise verkalken.

Bis vor kurzem nahmen Herzmediziner an, dass man die Arterienverkalkung, wenn sie einmal begonnen hat, bestenfalls verlangsamen kann. Doch sie ist offenbar auch umkehrbar: Die Therapie mit cholesterinsenkenden Medikamenten – so genannten Statinen – kann die Ablagerungen in den Gefäßen vermindern, wie eine Studie des Universitätsklinikums Essen zur Wirksamkeit von Statinen zeigt. Die Studie hatte anfangs das Ziel, die unterschiedliche Wirkweise der Statine Atorvastatin und Rosuvastatin nachzuweisen. Die Wissenschaftler verabreichten beide Medikamente in hoher Dosis mehreren Herzpatienten und beobachteten, dass sich die Ablagerungen in deren Gefäßen zurückbildeten.

Statine hochdosieren

Die Therapie mit hochdosierten Statinen könne demnach eine bestehende Arteriosklerose eindämmen und somit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall mindern, wie Raimund Erbel vom Universitätsklinikum Essen bestätigt: „Bei rund zwei Dritteln der Patienten bilden sich die Plaques zurück, wenn ein LDL-Cholesterin unter 70 mg/dl erreicht wird.“ LDL-Cholesterin ist „schlechtes“ Cholesterin, da es in größerer Menge Arterienverkalkung begünstigt. Das „gute“ HDL-Cholesterin dagegen schützt davor.

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