Kommt die Impfpflicht gegen Masern?


Masern häufig unterschätzt
Kommt die Impfpflicht gegen Masern?

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr brachte jüngst eine Masern-Impfpflicht für Kinder ins Gespräch. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ e. V.) unterstützt diesen Vorschlag.

BVKJ fordert: Vor Kita-Aufnahme impfen

Masern verursachen oft gefährliche Folgeerkrankungen, zum Beispiel eine Lungen- oder Hirnentzündung, die bleibende Schäden hinterlassen können. Der BVKJ stuft Maser-Viren deshalb als sehr gefährlich ein. Doch nicht alle Eltern sind sich der Gefahr für ihr Kind bewusst. In den skandinavischen Ländern und den USA sind die Masern praktisch ausgerottet. Hierzulande gelang dies nicht, da zu wenig Kinder gegen Masern geimpft sind. Erst kürzlich sorgten Masernwellen in München und Köln für Aufsehen.

„Die aktuelle Masernwelle zeigt, dass wir nicht mehr nur auf Freiwilligkeit bei den Eltern setzen können, sondern dass wir endlich eine Impfpflicht brauchen“, fordert Dr. Wolfram Hartmann, Präsident des BVKJ. „Die hohe Zahl von Masernerkrankungen in Deutschland zeigt, dass die bisherigen Impfkonzepte nicht genügend wirken. Wir brauchen verbindliche Regeln, die sichern, dass alle Kinder vor der Aufnahme in eine Kindertageseinrichtung einen altersgemäßen Impfschutz nachweisen, dass sie also entsprechend den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) geimpft sind, sofern keine medizinischen Kontraindikationen für eine Impfung vorliegen.“

Gesetzliche Grundlagen liegen vor

Der Berufsverband appelliert deshalb an Eltern und Politik: Bundesgesundheitsminister Bahr müsse sich stärker als bisher für ein nationales Impfkonzept einsetzen, um die Ziele der World Health Organization (WHO) für Deutschland zu erreichen, insbesondere die Ausrottung der Masern. Die gesetzlichen Grundlagen dafür gibt es bereits durch das Infektionsschutzgesetz. Demnach ist der Bund ermächtigt, bei gefährlichen Viren eine Impfpflicht einzuführen. Dieser Fall liege bei Masern vor, betont der BVKJ.

Die Impfpflicht bewährte sich bereits gegen eine andere Erkrankung: Bis in die Siebzigerjahre hinein bestand in Deutschland eine Impfpflicht gegen Pocken. Das Ergebnis: Die Pocken wurden erfolgreich ausgerottet.

Nutzen Sie die Vorteile unserer Kundenkarte!

News

Hilft die Pille gegen Liebeskummer?
Hilft die Pille gegen Liebeskummer?

Was die Werbung verspricht

Eine Pille gegen Liebeskummer – das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Angeblich ist die Wirkung sogar durch eine Studie belegt. Aber halten die Ergebnisse auch einer genaueren Prüfung stand?   mehr

Blasen vorbeugen und behandeln
Blasen vorbeugen und behandeln

Wenn der Schuh drückt

Ob nach einer langen Wanderung oder einem ausgiebigem Shoppingtrip – Blasen entstehen schnell und sind oft schmerzhaft. Das sind die besten Tipps, um Blasen vorzubeugen oder sie schnell wieder zum Abheilen zu bringen.   mehr

Mit Bewegung gegen Parkinson
Mit Bewegung gegen Parkinson

Gehen, Tanzen, Gewichte stemmen

Ohne Medikamente geht es nicht beim Morbus Parkinson. Die Erkrankten profitieren aber auch von nicht-medikamentösen Maßnahmen. So können sportliche Aktivitäten, aber auch Verfahren zum Stressabbau die Beschwerden häufig lindern.   mehr

Depressionen bei Kindern erkennen
Depressionen bei Kindern erkennen

Reizbar, weinerlich oder freudlos

Depressionen haben bei Kindern viele Gesichter: Manche werden reizbar oder ängstlich, andere bekommen Probleme in der Schule oder ziehen sich extrem zurück. Je nach Alter gibt es verschiedene Warnzeichen. Schöpft man Verdacht, sollte frühzeitig die Kinderärzt*in eingeschaltet werden.   mehr

7 Lebensretter bei allergischem Schock
7 Lebensretter bei allergischem Schock

Gefahr durch Milch oder Erdnuss?

Für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie kann ein Besuch im Schnellimbiss oder Restaurant lebensgefährlich werden. Um für einen allergischen Schock gewappnet zu sein, haben Betroffene meist einen Adrenalinpen dabei. Folgende sieben Tipps helfen, den Notfall zu beherrschen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Bären-Apotheke
Inhaberin Dr. Marita Gerlach
Telefon 037296/37 17
Fax 037296/8 74 73
E-Mail Dr.Gerlach@baeren-apotheke-stollberg.de